Ausgangslage
Gestohlene Zugangsdaten sind heute das, was vor zehn Jahren Spam-Wellen waren: eine Konstante. Sie wandern durch Darknet-Foren, Untergrund-Marktplätze, geschlossene Telegram-Kanäle und Datenbanken aus alten Leaks. Wenn ein Konto eines Mitarbeitenden, einer Lieferant:in oder eines IT-Dienstleisters dort auftaucht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Kriminelle daraus einen Angriffspfad bauen.
Bechtle adressiert dieses Risiko mit einem eigenen Darknet Scanner: einem Produkt, das relevante Quellen kontinuierlich beobachtet, kompromittierte Identitäten findet und Unternehmen handlungsfähig macht. Ein technisches Produkt ist dabei nur ein Teil – mindestens genauso wichtig ist die Frage: Wie hilft das Produkt einer:m CISO konkret, wie passt es in eine Sicherheitsstrategie, und wie spricht man darüber, ohne in Buzzwords abzukippen.
Lösung
Wir übernehmen Product-Ownership-Aufgaben rund um den Darknet Scanner. Dazu gehört die strategische Weiterentwicklung des Produkts: Welche Funktionen erhöhen den Kundennutzen wirklich? Welche False-Positive-Raten sind in der Praxis tragbar? Wo lohnt sich eine Integration in bestehende Monitoring-Stacks?
Konkret bedeutet das:
- Roadmap und Priorisierung. Aus Kundenfeedback, Marktbeobachtung und technischen Möglichkeiten leiten wir gemeinsam mit Bechtle ab, was als Nächstes entwickelt wird.
- Positionierung und Sales-Enablement. Der beste Scanner nützt nichts, wenn er nicht ankommt. Wir helfen, das Wertversprechen klar zu formulieren – für Buyer Personas vom IT-Leiter:innen bis hin zur Geschäftsführung.
- Funktionale Tiefe. Crawling und Auswertung relevanter Quellen, strukturierte Reports und Dashboards, Benachrichtigungen, API-Integrationen, Entra-ID-/Active-Directory-Abgleich – alles mit dem Anspruch, dass Unternehmen daraus konkrete Maßnahmen ableiten können statt nur ein „Sie wurden gefunden" zu erhalten.
Das Projekt wird bei schnaq durch Alexander Schneider betreut.
Ergebnis
Bechtle kann Kund:innen dabei unterstützen, kompromittierte Zugangsdaten frühzeitig zu erkennen, False-Positive-Aufwände zu reduzieren und aus Funden konkrete Maßnahmen abzuleiten. Gleichzeitig wird der Darknet Scanner als Produkt selbst kontinuierlich besser – mit klarer Roadmap, einer schärferen Außendarstellung und Sales-Materialien, die zu dem passen, was technisch tatsächlich passiert.
Warum diese Aufgabe zu uns passt
Cybersecurity-Produkte verkaufen heißt, gleichzeitig in zwei Sprachen zu reden: in der technischen Realität (Crawler, ID-Provider, Detection-Logik) und in der Sprache der Entscheider:innen (Risiko, Versicherbarkeit, Audit). Wir sind in beiden Welten zu Hause – und wissen, dass Product Ownership genau diese Übersetzungsarbeit ist.