Zwei Spiele, eine Frage
ZilpZalp bringt Kindern die Vögel vor der eigenen Haustür nahe — noch bevor sie lesen können. Beide Spiele fragen im Kern dasselbe auf zwei Arten: „Erkenne den Vogel" liest einen Vogelnamen vor, vier Fotos liegen bereit, das richtige wird angetippt. „Wer singt da?" spielt eine echte Vogelstimme, und gefragt ist, welcher der vier Vögel das war — ein Tipp auf den Lautsprecher wiederholt die Stimme, so oft das Kind mag.
Die 70 Arten des Deutschland-Pakets sind vollständig in der App enthalten, von Amsel, Blaumeise und Rotkehlchen bis zu Eisvogel, Uhu, Kranich und Weißstorch. Zum Spielen braucht sie kein Netz. Wer mehr will, lädt die Pakete für den Rest der Welt und für Afrika nach — beide kostenfrei, ohne Konto und ohne In-App-Kauf.
Kein geschriebenes Wort nötig
Jede Aufgabe wird gesprochen, jede Antwort ist ein Foto ohne Beschriftung — ZilpZalp ist vollständig ohne Lesekenntnisse bedienbar. Wichtig dabei: Die App spricht zur Laufzeit nicht live mit einem Sprachdienst. Alle gesprochenen Sätze sind vorab aufgenommene Audio-Clips, die als Assets mit der App ausgeliefert werden; im Hintergrund fragt dafür nichts einen Dienst.
Und wenn eine Antwort falsch ist, sieht das auch so aus: nicht rot, sondern sonnengelb, mit einem freundlichen „Versuchs nochmal". Ein Fehlversuch soll sich wie ein zweiter Anlauf anfühlen, nicht wie ein Scheitern.
Sterne, Sammlung, mehrere Kinder
Jede Runde bringt bis zu drei Sterne, je nachdem, wie viel auf Anhieb sitzt. Wer einen Vogel fünfmal direkt richtig erkennt, bekommt seinen Sticker in die Sammlung — ein Fortschritt, der sich über Wochen aufbaut, nicht über eine Sitzung. Mehrere Kinder teilen sich ein Gerät über eigene Profile mit Namen und Vogel-Avatar; ein Konto braucht dafür niemand, alles bleibt lokal.
Für Erwachsene
ZilpZalp läuft in der Kids Category des App Store, und das zieht klare Grenzen: keine Datenerhebung, kein Konto, keine Werbung, keine In-App-Käufe, kein Analyse- oder Absturzmelde-Werkzeug von Dritten, kein Tracking. Wie schon bei FoxHunt gilt: nichts verlässt das Gerät, was nicht verlassen muss.
Der Elternbereich öffnet sich mit Face ID oder dem Gerätecode — und wo keiner eingerichtet ist, hinter einer Rechenaufgabe für Erwachsene. Dort lässt sich ein tägliches Zeitbudget einstellen; ist es aufgebraucht, meldet die App freundlich „Zeit fürs Nest". Links, die aus der App herausführen, öffnen sich erst nach derselben Rechenaufgabe.
Echte Vögel, freie Medien
Die Fotos stammen von Naturbeobachterinnen und Naturbeobachtern auf iNaturalist, die Stimmen aus Aufnahmen auf xeno-canto — beide Dienste werden ausschließlich zur Kurationszeit befragt, nie zur Laufzeit der App. Jedes Bild und jede Aufnahme steht unter einer freien Lizenz (CC0, CC BY oder CC BY-SA), ausnahmslos. Im Repository ist jede Quelle mit Urheber, Lizenz und SHA-256 deklariert, eine Prüfung in der CI verweigert den Build, wenn etwas davon fehlt — und der Credits-Screen in der App wird aus genau diesen Manifesten erzeugt, kann also nicht veralten.
Stack und Auslieferung
- Swift/SwiftUI, nativ für iPhone und iPad.
- Die Spiellogik liegt in eigenständigen SwiftPM-Paketen: ZilpZalpCore (Runden, Wertung — ohne UI-Abhängigkeit), ZilpZalpData (Modelle, Paket-Manifeste, Persistenz) und ZilpZalpUI (Design-System).
- Die Medienkuration läuft über Python-Tools, die iNaturalist und xeno-canto zur Kurationszeit befragen.
- Verfügbar im App Store, kostenlos, ohne Werbung.
Wer dahintersteht
Idee und Spiel stammen von Johanna Hillebrand, gemeinsam mit Christian Meter umgesetzt — genau in dieser Reihenfolge nennt sie auch die App selbst. schnaq stellt die Heimat für das Projekt: Repository, Build- und Release-Infrastruktur, den Medien-Bucket. Der Code liegt offen auf GitHub, die Landing-Page mit allen Details unter zilpzalp.schnaq.com.